Der Kultur Spiegel schrieb in seiner September 2005 Ausgabe zum Thema Musik: „Im Westen nichts Neues? Stimm! Moderner Pop kommt neuerdings aus der anderen Hälfte Europas“.

 

Dem kann ich mich nur anschließen. Mit dem Ungarn Erik Sumo, der im bürgerlichen Leben auf den Namen Ambrus Tövishaz hört, möchte ich Euch einen Vertreter dieser viel beschworenen, neuen Generation vorstellen, der sich gewaschen hat.
Dabei verzichte ich auf interessante Hinweise wie die Tatsache, dass er bereits seit Jahren festes Mitglied der wirren Electro-Pop Band Amorf Ördögök ist, die in Ungarn als ein Art Gegenentwurf zu den allerseits beliebten Einstürzenden Neubauten gelten. Oder, dass er neben seinen Aktivitäten als Musiker auch als DJ beim legendären Budapester Tilos Radio arbeitet und nebenbei auch noch Stücke zu Soundtracks von sowohl experimentellen Filmen (zur Zeit arbeitet er an Peter Gardos Weihnachtsfilm „The Real Santa“) als auch Fernsehsendungen (NBC hat zum Beispiel einen Remix von Amorf Ördögök’s „Tündérbomb“ für ihre Serie „Las Vegas“ verwendet) produziert.
Nein, ich verzichte und komme gleich zum wesentlichen. Diese wunderbare Musik! Das Album „My Rocky Mountain“ beheimatet eine elektrische und schön versponnene Liedersammlung, die ihren Bogen vom Italo-Western-Soundtrack bis hin zu wunderbaren Elektrosongs, in denen sich Dub, Pop, Avantgarde und Folklore sehr geschmeidig zusammenfügen. Auch die berühmte Coverversion darf nicht fehlen. In diesem Fall Gershwin’s  „Summertime“ in einer ungeahnten Drum & Bass-Interpretation, The Erik Sumo Way. Das Ganze klingt so, als käme es direkt aus einem Studio in Paris oder New York, aber hey: it’s Budapest. Diese wunderbare Stadt an der Donau, die schon seit längerem ihren Platz als Geburtsstätte großartiger Musik behauptet!

 

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Geniales und vielseitiges Album. Ich hör das Ding rauf und runter. Für mich ein Anwerter auf das Album des Jahres!
 

2005

Balkan Beat Box - Balkan Beat...

 Hump Tata Hump Tata. Wer auf originelle, mit tollen Beats versetzten Blakansound steht, sollte hier unbedingt reinhören.

 
2005
Der zweite und fast bessere Teil einer Zusammenarbeit zwischen DJ und Balkan Orchestern.
2000
Grandiose Instrumentalversion von Riders On The Storm von The Doors. Ein ungarisches Wunderkind.