Bereits auf meiner letzten Travelogue Soundfiles hatte ich darauf hingewiesen, dass ein Großteil der aktuellen musikalischen Innovationen aus dem Osten Europas kommen – genauer gesagt aus Ungarn.
Damals hatte ich den Musiker Erik Sumo vorgestellt und diesmal geht es um die ungarische Band Amorf Ördögok, zu Deutsch die “Formlosen Teufel”, bei denen Erik als Komponist, Produzent und Keyboarder fungiert. Ihre ersten Gehversuche machte die Combo bereits als Schülerband und hat sich durch kontinuierliches Schaffen in Ungarn Kultstatus gesichert, was nicht zuletzt durch den Umstand dokumentiert sein dürfte, dass bereits ein Buch mit mehreren hundert Seiten über die Entstehungsgeschichte der Band geschrieben wurde. Leider ist die deutsche Übersetzung noch in Arbeit. Musikalisch sind Amorf Ördögok schwer einzugrenzen, da sich in ihrer Musik Funk- und Elektro- Einflüsse nahtlos mit surrealen Geräuschkulissen a la „Einstürzende Neubauten“ und Osteuropaeischen Folklore Elementen vermengen. Ihr Debütalbum „Betyár A Holdon“ ist bereits im Jahre 2000 auf dem ungarischen Label Ugar erschienen. Der Song Titel “A MIR helyébe az ûrbe” bedeutet soviel wie „Anstelle von MIR (Russische Raumstation)in den Himmel“ und ist ein groovendes Funk Monster, das fast schon ironisch mit den genretypische Stilelementen spielt und es dabei trotzdem schafft, die neuerdings so viel zitierte „Guude Laune“ zu verbreiten. Noch sind sie ein echter Insidertipp in unseren Breitengraden, den man auf jeden Fall bei sich bietender Gelegenheit auch Live sehen sollte – sie touren nämlich zur Zeit mit einem 40-köpfigen Armeechor.
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