Bevor der Vorliegende Track und das dazugehörige Album das Licht der Welt erblickt hat, durfte sich die Coldcut Gemeinde und mit ihr Euer geschätzter Musiksammler in Engelsgleicher Duldsamkeit üben. Ganze 7 Jahre nach ihrem Erstling "Let Us Play" legen Matt Black und Jonathan More mit "Sound Mirrors" nach.
Die Erfinder des Techno-House, die der Kunstform "Remix" zu neuem Stellenwert verhalfen, beweisen, dass sie, obwohl Veteranen im Geschäft, nach wie vor in der Lage sind, Grenzen zu überschreiten. Das dabei alles noch immer so knackig und frisch klingt, ist nicht selbstverständlich, da die Beiden mittlerweile nur noch wenig Zeit haben, selber Musik zu machen. Neben der äußerst erfolgreichen Radio Show „Solid Steel“ auf BBC London sind sie auch noch Gründer und Betreiber des seit 1991 existierenden Londoner Hipster Lables Ninja Tune. Daneben entwickelt das Duo Computerspiele und Installationen. Matt Black gilt sogar als einer der führenden Köpfe unter den Audio/Video-Künstlern. Als Gründungsmitglieder der VJ-Gruppen Hex (und später auch VJamm Allstars) lassen sie sich auf Multimedia-Experimente ein und entwickeln VJamm, eine Software zur Live-Bearbeitung von Video-Material, die der Öffentlichkeit 1997 vorgestellt wird. Visuals stellen seit jeher einen unverzichtbaren Bestandteil jedes Coldcut-DJ-Sets.
Schon die Auswahl der Feature-Parts lässt richtig vermuten: wieder einmal grasen Coldcut von Hip Hop über Electronica und Jazz eine ganze Bandbreite vorhandener Stilrichtungen ab. Für den Track „True Skool“ konnten die beiden einen der wenigen großen Hip Hop Superstars aus England, Mr. Roots Manuva, gewinnen. Dessen Jamaikanischen Wurzeln finden sich auch heute noch in seinen Stücken wieder, die für Hip Hop Puristen immer eine Spur zu vielseitig sind. Aber gerade diese einzigartige Mischung aus Rap, Reggae und Dub machen ihn zu einem der ganz Großen.
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